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Laterale Führung souverän meistern – bitte was?

Laterale Führung. Was ist das nun schon wieder für ein abgehobener Begriff? Halb so wild. Denn laterale Führung bedeutet nichts anderes als Führung ohne Weisungsbefugnis oder – wie ich es gerne nenne – Führung ohne Mandat.

In der heutigen Arbeitswelt findet sich diese Art der Führung immer öfter. Denn: Hierarchien werden in modernen Unternehmen verringert, es wird mehr auf interdisziplinäre Teams gesetzt und agile Arbeitsmethoden halten Einzug in die Büros. All das sorgt dafür, dass heutzutage immer weniger klassische Chef-Mitarbeiter-Beziehungen an der Tagesordnung sind. Vielmehr finden sich Teams selbst und entwickeln eigene Dynamiken um ans Ziel zu kommen.

Genau hier ist laterale Führung gefragt, denn auch wenn ihr im Team organisatorisch alle auf einer Ebene steht, gilt es ab und zu die richtige Richtung zu finden und die Kollegen im Sinne des Unternehmens und nach deinem besten Wissen in die richtige Richtung zu führen. Das gilt ganz unabhängig davon, ob ihr nun agil organisiert seid oder klassisch in Projektteams arbeitet.

Häufig findet sich eine solche Situation auch außerhalb des Büros im Freizeitbereich. Zum Beispiel in Vereinen. Im Gegensatz zum Bürogeschehen gibt es hier keine Gewinnabsicht, der Zweck ist häufig gemeinnützig und weniger „ernst“. Nichtsdestotrotz müssen auch hier Strukturen geschaffen, ein gemeinsames Arbeiten ermöglicht und identische Ziele geschaffen werden.

Das Ziel als magisches Werkzeug für souveräne laterale Führung

Gemeinsame Ziele ist auch direkt schon ein gutes Stichwort. Denn Autorität kommt nicht durch eine klassische hierarchische Organisation zustande. Warum also sollten deine gleichgestellten Kollegen deine Vorgabe akzeptieren und dich als Führenden respektieren? Indem du dich auf euer gemeinsames Ziel berufst, dem ihr euch alle gleich verpflichtet habt. Denn genau das ist stets der kleinste gemeinsame Nenner, der euch jederzeit verbindet. Sollten eure fachlichen Meinungen noch so unterschiedlich sein, in der Vorstellung des Ergebnisses findet ihr die Gemeinsamkeit. Und genau darüber lohnt es sich, deinen Führungsansatz zu rechtfertigen.

Der Ton macht die Musik

Lateral souverän zu führen ist nicht trivial. Auch wenn ihr euch alle mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner – eurem Ziel – auf eine Ebene verständigen könnt, bleibt immer noch eine deutlich andere Situation als bei einer klassischen Vorgesetzten-Beziehung. Daher ist umso wichtiger: der Ton. Es wird dir nichts bringen deine Kollegen autoritär und mit strikten Anweisungen zu Taten zu motivieren. Dafür fehlt dir schlicht das Mandat.

Daher heißt es:

  • Bitten statt anweisen
  • Alle Meinungen anhören und gemeinsam abwägen
  • Um Unterstützung aller bitten

Alle drei Punkte setzen ein gewisses Maß an Empathie für dein Umfeld voraus. Es ist Fingerspitzengefühl gefragt, um niemanden auf dem Weg zu verlieren. Sei aufmerksam und versuche jede Meinung gleichermaßen zu wertschätzen und in deinem Führungsverhalten zu berücksichtigen. Mache dabei jederzeit klar, dass jeder in der Gruppe zur Zielerreichung mit seinen Skills und Ideen gebraucht wird und mache klar, dass du dich als Diener der Gruppe siehst. Nicht umgekehrt.

Sei dir außerdem bewusst…

… dass du dich nicht dafür schämen musst, die Führung zu übernehmen. Gehe nicht davon aus, dass jeder immer stets vorangehen möchte. Viele in deinem Team werden mit Sicherheit froh über deine Initiative sein und zollen dir allein dafür schon Respekt.

Ganz wichtig in jeder Beziehung, erst recht aber in der Situation, in der ohne Vorgesetzten im Prinzip alle Beteiligten Erfolge und Misserfolge verantworten. Sollen dir andere also die Führung zugestehen, ist ein hohes Maß an Vertrauen gefragt. Das erreichst du nur, wenn du transparent agierst und mit offenen Karten spielst. Mache klar, dass du nicht perfekt bist und Fehler allen und auch dir passieren. Und dass sie passieren dürfen. Versuche darüber hinaus deine Kollegen kennenzulernen. Gegebenenfalls auch neben dem Büro. Denn je besser ihr wisst, was ihr vom Gegenüber zu erwarten habt, desto mehr könnt ihr euch vertrauen.

Laterale Führung souverän meistern – jetzt kann es losgehen.

Abschließend solltest du die folgenden 5 Punkte aus diesem Blogartikel für dich mitnehmen, um in Zukunft souverän voranzugehen:

  • Arbeite stets zielorientiert und stelle persönliche Befindlichkeiten hintenan.
  • Erarbeite den kleinsten gemeinsamen Nenner im Team und baue diesen aus, wo möglich.
  • Achte auf eine wertschätzende und respektvolle Kommunikation im Team.
  • Erlaube dir und anderen Fehler und erarbeitet Lösungen gemeinsam.
  • Fördere und initiiere vertrauensbildende Maßnahmen im Team.

Nun hast du ein umfassendes Toolkit zum Führen ohne Mandat von uns bekommen. Natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und jede Rolle benötigt ein wenig Eingewöhnungszeit. Solltest du mehr Infos oder konkretes Feedback zu deiner Situation benötigen, lass uns gerne unverbindlich teilhaben. Hier kannst du dir direkt einen Termin buchen.

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#nieohnedeinteam